Weinwohnezahl: 3.165

THIESI

Hohenlange:461 m.u.M.
Strbenverbindugen: von Cagliari  
176 km von Sassari 44 km.

Der Ort Thiesi ist eine der fur die Milch - und. Kaseproduktion wichtigsten Gemeinden und tonangebend in der Ausfuhr seiner typischen Produkte, wie den Pecorino und den Fiore Sardo. Die Kontinuitat menschlicher Ansiedlung und die enge Verbundenheit mit dem umgebenden Territorium durchJahrtausende hindurch driickt sich auch in dieser Tatsache aus. Das Naturambiente ist vom Wechsel von leichten Hochtalern und tiefen Talern gekennzeichnet und bildet seit der Antike somit ein ideales habitat fiir menschliches Siedeln und eine Konzentration auf Kulturanbau und Weidewirtschaft. Heutzutage bietet es ein fiir naturalistische Wanderungen priviligiertes Gebiet. Besonders zu erwanen sind dabei diejenigen in den Waldern von "su Padru" und "Satana de ~ Santu Ainzu" und Wege entlang den Ufern des Bidighinzu.

 Zahrleiche archaologische Hinterlassenschaften sind uber das Gebiet verstreut. Sie berichten von der menschlichen Prasenz seit der Steinzeit, einer Epoche, der die auBergewohnlichen Monumente der Grabarchitektur angehoren. Sie sind im allgemeinen unter dem Terminus domus de janas bekannt; zu erwahnen ist besonders der Komplex von sa Pedraia, der einen mehrzelligen GrundriB mit zahlreichen Bestattungsraumen besitzt; einer davon ist mit zwei skulpierten Stierkopfen verziert. Sehr bedeutend ist der Komplex von "Mandrantine", in dem das ausgemalte unterirdische Grab hervorsticht. Es ist aufgrund der hier verwendeten polychromie und die intense Symbolik der Dekorationsmotive eines der seltenen und besten Beispiele unterirdischer Grabarchitektur von ganz Sardinien. In der Nahe des Sees von Bidighinzu, entlang der StaatsstraBe 131 bis, wird in Kurze die sog. pseudonuraghe "Fronte Mola" von rechteckigem GrundriB zuganglich sein. Diese Denkmaler verdeutlichen den immensen Wert archaologischer Hinterlassenschaft als Quelle fiir das Wissen um gemeinsame historische Wurzeln. So wie sich die Entwicklung durch die verschiedenen historischen Epochen fiir das Territorium nachweisen laBt, so manifestiert sie sich ebenso in der Geschichte des Ortes Thiesi. Hier sind archaologische Spuren von der rezenten Jungsteinzeit an vorhanden, wie das Vorhandensein von domus de janas im sudlich des Ortes gelegenen Kalksteinstreifen, der vom Ort bis in dei Zone von Seunis reicht, beweist.

 Die immer wieder ans Licht kommenden archaologischen Materialien romischer und mittelalterlicher Zeit und aus der Renaissanche belegen eine nie unterbrochene Existenz der Siedlung, die sich naturgemaB in ihrem urbanistischen Geprage jeweils gewandelt hat und die sich bis auf ungere Tage mit einem doppelten Anlage zeigt. Die erste, die das noch mittelalterliche Aspekte bewahrende Ortszentrum betrifft, konzentriert sich auf die Zone mit der .i aus dem 16. Jh. stammenden pfarrkriche S. Vittoria, deren Architrav sogar auf ein noch alteres Entstehungsdatum schlieBen lieBe und mit dem Rundturm entlang der via Matteotti, der sicherlich einer befestigten Struktur aus der Feudalzeit angehort. Die zweite konzentriert sich um die aus dem 17. Jh. stammende Kirche S. Antonio herum. Hier sind weitere Monumente zu nennen: die Kirchen S. Croce und S. Giovanni (1600), S. Sebastiano und S. Filippo (1700), Monte Granatico (1700), weiterhin Stadtpalaste des 118. Und 19. Jh., zu denen das Rathaus und der Kindergarten gehoren.

 Zu erwahnen ist, daB im Rahmen der Feierlichkeiten der Madonna di Seunis sich eine sehr bedeutende "Ausstellung der typischen Kasesorten des Meilogu" statfindet, eine Festivitat clou , die auBer der Verkostigung und den Proben aller fur Sardinien typischen Kasesorten auch eine Ausstellung uber nelle Technologien der Produktion bietet.